Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16-2021 - 22.04.2021

1. Mai-Feier in Bargteheide trotz Pandemie

1. Mai Bargteheide


Wie jedes Jahr wird es trotz Pandemie auch in diesem Jahr eine 1.-Mai- Feier in Bargteheide geben. Allerdings wird die Maifeier einen deutlich kleineren Rahmen haben als sonst: es wird keine Demonstration mit Marching-Band, keinen Wurst- und Bierstand und keine Party-Musik nach der Kundgebung geben. Es wird ein Hygienekonzept und Stehplätze mit Distanz geben.

Die Kundgebung findet ab 11 Uhr auf dem Markt in Bargteheide statt.

Hauptredner wird Joachim Sauer, Landesvorsitzender der kommunalen Personalräte und Kollege der Gewerkschaft ver.di sein.


Die Seuche hat wie ein Brennglas deutlich gemacht, wo es in Politik und Wirtschaft hapert: bei den anständigen Arbeitsverhältnissen, bei der gerechten Entlohnung besonders in der Kranken- und Altenpflege, der Digitalisierung, der Mitbestimmung, der finanziellen Ausstattung der Länder und Kommunen!

Die Gewerkschaften haben in der derzeitigen Krise in vielen Bereichen Vorschläge zur Bewältigung der Probleme gemacht, die auch zum Teil erfolgreich umgesetzt wurden: so wird  das Kurzarbeitergeld länger gezahlt, die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie humanisiert, Hilfen für junge Menschen in Ausbildung und Studium geschaffen. In den Betrieben mit Mitbestimmung haben die Betriebsräte Regelungen für home office und Hygiene erarbeitet.
Allerdings wollten einige Arbeitgeber  schon in den laufenden Tarifauseinandersetzungen die Corona-Krise für ihre Interessen nutzen, kritisiert der DGB: für Personalabbau, Verlagerung, Lohndrückerei und die Abschaffung erkämpfter Standards. Sie wollen die Krisenlasten auf die Arbeitnehmer*innen abwälzen.

Die Krise hat die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter geöffnet. Viele Arbeitnehmer*innen haben Lohneinbußen oder ihnen droht die Arbeitslosigkeit, Solo- Selbstständige stehen vor der Insolvenz.
Und die Krise hat vielen berufstätigen Frauen schwere Belastungen durch die Schließung von Schulen und KiTas auferlegt.

Wir stellen fest, dass in der Pandemie besonders deutlich wird, wie berechtigt die Forderungen der Gewerkschaften nach „Guter Arbeit“, Tarifverträgen, Mitbestimmung, bezahlbaren Mieten, sozial gesichertem Umbau zu einer ökologischen Wirtschaft und eine gute Personalausstattung des Öffentlichen Dienstes (Polizei, Rettungsdienst, Gesundheitsämter, Schulen) sind.

Wir wenden uns entschieden gegen jede Verharmlosung der Pandemie und Gruppierungen, die die Pandemie zum Anlass für die Diffamierung der Demokratie  nähmen. „Rechtspopulisten haben erst recht in der Pandemie keine Lösungen, sondern schüren Emotionen, Hass und sogar Gewalt gegen Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und gegen die Pressefreiheit!


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