Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 07-2022 - 10.03.2022

Internationaler Frauentag 2022 in Wedel - eine besondere Veranstaltung

Frauentag Wedel

DGB SH Südost

Wie seit 1997 wollten die Gewerkschafter in Wedel wieder Rosen an Frauen verteilen. Und das wurde am 8. März auf dem Rathausplatz zu einem Ereignis. Wolfgang Kahle, der DGB-Ortsvorsitzende war sehr beeindruckt von der Resonanz. Musik aus der Frauen- und der Friedensbewegung schallte über den Rathausplatz, so dass Passanten aufmerksam wurden und die vorrübergehenden Frauen gern die von den DGB-Männern verteilten wunderschönen Rosen nahmen. 400 Rosen und die DGB-Aufrufe zum Frauentag waren in kurzer Zeit überreicht. Mit der Aussage „Wandel ist weiblich!“ fordern die Gewerkschaften faire Chancen in der digitalen Arbeitswelt, Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in der Klimapolitik und immer noch den gleichen Lohn für Männer und Frauen.

Angesichts des Krieges in der Ukraine waren die Forderungen nach Waffenstillstand und der Beendigung des Krieges so zentral, dass dabei die Streikaktionen im Gesundheitsbereich und die Aufwertung sozialer und personenbezogener Dienstleistungen kaum thematisiert wurden. Um so intensiver waren aber die Gespräche über Krieg und Frieden und die Möglichkeiten, in irgendeiner Form zu helfen. In Listen konnten Hilfsangebote eingetragen werden. Besonders beeindruckend war auch die Anwesenheit von Wedler Politikerinnen. Claudia Wittburg von der SPD brachte ihren kleinen Sohn Otto mit, dessen kleine Hand aufgemalt und dem Friedenszeichen versehen auch andere animierte, durch umrahmte Hände und Friedenswünsche auf einem Papierband solidarisch zu zeigen.

Im Gespräch trafen sich auch Nina Schilling (FDP) und Angela Drewes und Birgit Neumann-Rystow (WSI). Aysen Ciker vertrat die Grünen. Schriftliche Statements von Petra Kärgel (Bündnis 90/Die Grünen) und Vivien Claussen (CDU) konnten in großen Rahmen nachgelesen werden. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Magdalena Drexel fand sich zu Gesprächen ein. In ihrem schriftlichen Statement erläuterte sie, dass 1975 der 8. März offiziell zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ ernannt worden ist. Sie griff den Ruf nach Frieden auf, der gerade den Frauentag 2022 prägt. Frauen und Mädchen sind in jedem Krieg besonders schwer getroffen. Magdalena Drexel sprach die zusätzliche Gefahr sexualisierter Gewalt an, die weltweit mit bewaffneten Konflikten einhergeht. Gerade jetzt müsse die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden, Sicherheit“ aus dem Jahr 2000 umgesetzt werden, „wonach sexuelle Kriegsgewalt gegen Frauen und Mädchen geächtet wird und Frauen gleichberechtigt in Friedensverhandlungen … einbezogen werden sollen.“ Nicht nur sie sieht in Kriegen den Ausdruck patriarchaler Machtstrukturen. Auch Vivien Claussen betonte: „Dem Krieg zugrunde liegt ein patriarchalisches Weltbild. … Deshalb ist es umso mehr wichtig, nun in ein Jahrzehnt der Feministischen Außenpolitik einzutreten…“

Alle Frauen wünschten Frieden. Das ging auch aus allen Gesprächen hervor. „Krieg und Gewalt sind für gar nichts eine Lösung“, meinte auch Petra Kärgel in ihrem Statement. Dass sich die Vernunft durchsetzen möge und ein Ende des Leids, wünschte sich auch Angela Drewes. Und Renate Koschorrek von der FDP schrieb von den Ängsten der Betroffenen in diesem neuen Krieg in Europa und versprach: „Unsere Stadt wird geflüchtete Frauen und Kinder liebevoll aufnehmen.“
Mit ihren Statements sprachen sie den Frauen aus dem Herzen, die sich am Stand äußerten und sich mit Informationsmaterial versorgten. Der ausgelegten Einladung zum Film „Die Unbeugsamen“ am Abend in der Stadtbücherei sind dann auch viele Frauen (und zwei Männer) gefolgt.


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