Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 22-2020 - 14.10.2020

SoVD und DGB wollen ein „Stormarner Sozialforum“ gründen


Die Kreisverbände Stormarn des Sozialverbandes Deutschland SoVD und des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben eine Initiative zur Gründung eines „Stormarner Sozialforums“ gestartet.

„Es gibt im Kreis Stormarn trotz der guten wirtschaftlichen Gegebenheiten soziale Probleme - und auch viele sozialpolitische Akteure. Unser Ziel ist es, möglichst viele davon an einen Tisch zu bekommen, um den Erfahrungsaustausch zu verbessern, Probleme von verschiedenen Seiten zu beleuchten und gegebenenfalls auch Forderungen an die Entscheider*innen in Politik und Verwaltungen zu entwickeln.“

Mit diesen Worten umschreiben die jeweiligen Kreisvorsitzenden des SoVD und des DGB  Andreas Guhr und Heiko Winckel-Rienhoff ihre Initiative.

„Wenn der Kinderschutzbund jetzt 9000 Fähnchen symbolisch für die Zahl der von Armut bedrohten Kinder im Kreis in den Ahrensburger Schlosspark steckt, muss das aufrütteln und politische Maßnahmen auslösen“, empört sich DGB- Chef Winckel-Rienhoff. Dafür, dass die Kreisverwaltung es nach mittlerweile 4 Jahren immer noch nicht geschafft hat, die Stormarn-Card, mit der bedürftige Kinder Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz abrufen können, umzusetzen, hat er kein Verständnis. Einer der Gründe für Armut sind seiner Meinung nach die vielen prekären Arbeitsverhältnisse.

Andreas Guhr sieht große Probleme in sozialen Wohnungsbau. „Eine Familie mit durchschnittlichem Einkommen kann sich in  der Hamburg-Rand-Lage kaum noch eine Wohnung leisten! Hier müssen die Kommunen endlich Verantwortung übernehmen, z. B. durch kommunalen  Wohnungsbau.“

Dies seien nur Beispiele dafür, dass es noch viel zu tun gibt im reichen Hamburger Rand.

Mit einem Anschreiben und dem Entwurf einer gemeinsamen Plattform haben sie nun die ihnen bekannten Wohlfahrtsverbände, Organisationen und Vereinigungen angeschrieben und um Stellungnahmen zu ihrem Vorschlag gebeten. Positive Signale gab es bereits im Vorfeld von verschiedenen Seiten.

Das Stormarner Sozialforum sollte eigentlich mit einer Auftaktkonferenz starten, die aber wegen Corona  nicht durchgeführt werden konnte. Sie ist nun für das nächste Jahr geplant. Gleichwohl hoffen die beiden Initiatoren, dass sich viele Verbände melden: „Je mehr wir sind, umso mehr wird unsere Stimme in Stormarn gehört werden!“

 


Verantwortlich:

Heiko Winckel- Rienhoff
E-Mail: Winckel-Rienhoff@t-online.de

 


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