Deutscher Gewerkschaftsbund

30.03.2012

"Spitzenkandidaten im Dialog"

Musik in unseren Ohren

„Spitzenkandidaten im Dialog“: das ist, wenn interessante Persönlichkeiten der Lübecker Gesellschaft mit Spitzenpolitikern des Landes zusammen treffen. Zu dieser besonderen Art von Wahlkampf lud der DGB im vergangenen März alle interessierten Bürger ein.

Denn ganz ohne Blitzlicht und Tumult, dafür aber intim und ehrlich, konnten sich die Kandidaten von SPD und Grünen zur Landtagswahl, die am 06. Mai statt findet, in Lübeck präsentieren.

     

Torsten Albig / Petra Kallies

        

So fand zum Beispiel Pröbstin Petra Kallies heraus, dass Thorsten Albig, vor die Wahl gestellt, am ehesten ein Keith Jarred Konzert besuchen würde. Ganz persönlich meint Albig, dass Politiker nicht perfekt sein können, dafür aber Offenheit und Transparenz umso wichtiger sind.

 Politisch gesehen blickt der derzeitige Kieler Oberbürgermeister trotz der miserablen Haushaltslage optimistisch auf die Zukunft Schleswig- Holsteins. Klare Prioritäten zu setzen, zum Beispiel im Ausbau von Schulen und Mensen, ist seine Lösungsformel für die nächsten Jahre.

 Vorrang hat für den SPD- Spitzenkandidaten zunächst die Chancengleichheit innerhalb der Gesellschaft. Dazu bedarf es, laut Albig, individuellem Engagement, Ausbau von Bildungs- und Betreuungskapazitäten sowie einer klare Absage an Steuersenkungen.  

    

Jochen Brüggen, Ralf Erkens, Robert Habeck

    

Robert Habeck, Spitzenkandidat der Partei Bündnis 90 / Die Grünen, bekannte sich im Gespräch mit Jochen Brüggen, Gesellschafter von H&J Brüggen KG und Vizepräses der IHK zu Lübeck, zu einer ganz eigenen Ansicht von Politik. Denn nicht in freudiger Erwartung sieht er einen möglichen Wahlerfolg, sondern als Last der Verantwortung, die den Freiraum für Familie und politische Ideale einengt.

Habecks Pläne für Schleswig- Holstein sind von dieser Sicht beeinflusst: Schuldenabbau erfolgt durch die Kombination von Steuererhöhungen und Wirtschaftwachstum, die Rente mit 67 kann nur kommen, wenn es die Arbeitsmarktnachfrage auch zulässt und ungerichtetes Wirtschaftswachstum ist etwa genauso so schädlich wie Monokulturen zur Erzeugung von Biogas.

Robert Habeck
Torsten Albig

Ein dynamischer Gleichklang zwischen Grünen und SPD ergab sich beim Thema erneuerbare Energien. Ebenso wie Albig, sieht auch Habeck, die Natur als treibenden Wirtschaftsmotor der Region. Hier gilt die Losung „Wind statt Kohl“: beide Politiker fordern mehr Bereitschaft zur Erprobung und Nutzung neuer Technologien.

Die Veranstaltungsreihe „Spitzenkandidaten im Dialog“ hat, Dank der engagierten Gesprächspartner, Moderatoren und Gäste, in sanfter Manier den noch ausbaufähigen Wahlkampf in Schleswig- Holstein eingeleitet.


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