Deutscher Gewerkschaftsbund

02.02.2017
Zukunftsdialog des DGB Lübeck

Eine Jugendberufsagentur für Lübeck

Begleitung der Sozialpartner ist nötig

Zukunftsdialog JBA

DGB SH SO

Das Interesse war groß, der Raum gefüllt. Gestern fand in den Lübecker Media Docks der Zukunftsdialog des DGB Stadtverband Lübeck zur Einrichtung einer Jugendberufsagentur für Lübeck statt. Auf dem Podium diskutierten Vetreter des DGB Nord, der Politik, sowie der Bundesagentur für Arbeit und des Jobcenters konstruktiv Ziele und Ausgestaltung einer Jugendberufsagentur für Lübeck. Moderiert wurde die Veranstaltung von Juliane Hoffmann, Regionsgeschäftsführerin des DGB Schleswig-Holstein Südost.

Ingo Schlüter, stellv. Vorsitzender des DGB Nord, verwies auf das Hamburger Modell einer Jugendberufsagentur (JBA) und forderte in Anlehnung daran, das Ziel einer JBA für Lübeck müsse lauten: "Kein junger Mensch darf uns verloren gehen!"

Jörg Senkspiel, Vertreter des DGB Stadtverband Lübeck, erklärte dazu: "Die JBA muss in der Lage sein, genau da einzusetzen, wo Eltern nicht weiterkommen!"

Joachim Tag vom Jobcenter Lübeck erläuterte: "Eine JBA ist keine neue Behörde." Stattdessen behielten bestehende Behörden, wie Jobcenter und Agentur für Arbeit, ihren Aufgabenbereich - allerdings mit einem gemeinsamen Konzept.

Kathleen Wieczorek von der Agentur für Arbeit ergänzte: "Es geht nicht darum, was haben wir alle schon und wie gut sind wir alle, sondern 'wie machen wir den jungen Leuten unsere Dienstleistungen zugänglich?'"

Aus diesem Grund plädierten die DGB-Vertreter eindringlich für eine enge Beteiligung der Sozialpartner an der Entwicklung des Konzepts für die Jugendberufsagentur.

"Wir haben vor, wenn das Konzept steht, mit den Verbänden, Kammern und weiteren Akteuren über das Konzept zu sprechen", sicherte Katrin Weiher, die Lübecker Kultursenatorin, zu.

 


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