Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25-2016 - 25.08.2016
DGB fordert

Wirtschaftsförderung im Kreis Pinneberg muss Gute Arbeit fördern

 

Mehr als 85.000 Arbeitsplätze hat der Kreis Pinneberg, mehr als jeder andere Landkreis in Schleswig-Holstein oder in der Metropolregion. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in dieser Job-Region engagierter als bisher von den Unternehmen bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen einfordert. „Wer öffentliche Fördermittel, günstige und gut erschlossene Gewerbeflächen und viel Service durch den Staat erhält, muss auch angehalten werden, die Beschäftigten tariflich zu entlohnen, gesunde Arbeitsplätze zu schaffen und Schulabgänger qualifiziert auszubilden. „Dazu höre und lese ich von Herrn Schroers leider gar nichts“, sagt Juliane Hoffmann, Regionsgeschäftsführerin des DGB Schleswig-Holstein-Südost. Der DGB nimmt damit Bezug auf jüngste Äußerungen von Harald Schroers, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP), der seinen Jahresbericht vorgelegt hatte.

Die WEP sei einseitig auf Unternehmenserwartungen ausgerichtet und müsse dringend auch die Belange der Beschäftigten im Kreis Pinneberg in ihre Arbeit einbeziehen: „Dazu muss man aber auch mit Betriebsräten und Gewerkschaft reden und nicht nur mit Managern und Grundstücksentwicklern“, so Hoffmann weiter.

„Ich möchte, dass die Wirtschaftsförderung zu einem Instrument wird, das allen Menschen im Kreis Pinneberg nutzt, was mit ihren Möglichkeiten und einem Millionenbudget möglich ist“, fordert die Geschäftsführerin.

 „In der arbeitsmarktpolitischen Debatte um Fachkräfte, aber auch um Standortvorteile dürfen die Unternehmen im Landkreis Pinneberg gerne eine Vorbildfunktion in Sachen unbefristete und tariflich entlohnte Arbeit, sowie exzellente Ausbildung einnehmen“, betonte Hoffmann dabei.

 


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