Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 10-2017 - 29.09.2017

Befragung von Minijobber/innen und Ausstellung über ihre Rechte

Ab 9. Oktober in Lübeck

Minijob-Ausstellung

Veranstalter

Minijobs spielen nach wie vor am Arbeitsmarkt eine große Rolle. 4,9 Millionen Menschen arbeiten bundesweit ausschließlich in Minijobs, davon fast 20.000 in Lübeck! „Zuviel“, skandalisiert der Stadtverbandsvorsitzende Sven Quirder.

Neben den gleichstellungspolitischen Problemen wird immer deutlicher, dass die Minijobs in ihrer jetzigen Form Fachkräfteengpässe begünstigen, Schwarzarbeit fördern und zu Altersarmut führen. Auch nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns sind Minijobs weiterhin eher eine Sackgasse als eine Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Zugleich werden Arbeitnehmer/innen in Minijobs in der betrieblichen Praxis oftmals als „Beschäftigte zweiter Klasse“ behandelt.

Viele der sogenannten Minijobber/innen kennen ihre Arbeitsrechte nicht oder wagen es nicht, diese bei ihren Arbeitgeber/innen durchzusetzen. „Das muss sich dringend ändern“, erklärt Juliane Hoffmann, Geschäftsführerin der DGB Region Schleswig-Holstein Südost. Zu diesem Zweck haben der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Lübecker Frauenbüro eine Befragung von Minijobber/innen initiiert. „Wir fragen, ob und welche Rechte Minijobber/innen kennen und welche Verbesserungen sie sich in Lübeck wünschen“, ergänzt Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck. Aus den Antworten der Befragung sollen Handlungsempfehlungen für Lübeck abgeleitet werden.

Die Befragung der Minijobber/innen läuft vom 09. Oktober bis zum 12. November 2017. Interessierte Minijobber/innen oder Institutionen, die die Befragung unterstützen wollen, erhalten den Fragebogen im DGB-Haus am Holstentorplatz 1-5 und beim Frauenbüro, Sophienstr. 2-8. Es gibt ihn nicht nur auf Deutsch sondern auch auf Englisch, Polnisch und Türkisch. Zudem wird es die Möglichkeit geben, den Fragebogen auch online auf der Internetseite der DGB-Region auszufüllen (zur Umfrage in deutsch oder englisch).

Am 09. Oktober um 17.00 Uhr wird außerdem die Ausstellung „Minijob? – Da geht noch mehr!“ in den Räumen der Agentur für Arbeit, Hans-Böckler-Str. 1, Lübeck eröffnet. Diese informiert Minijobber/innen über ihre Arbeitsrechte, wie Mindest-, bzw. Tariflöhne, Kranken-, oder Mutterschaftsgeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Ausstellung wird bis zum 13. November 2017 in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 07.30 Uhr bis 13.00 Uhr und Freitags von 07.30 Uhr bis 12.00 Uhr zu sehen sein.

Neben der DGB-Region und dem DGB-Stadtverband Lübeck unterstützen alle acht DGB-Gewerkschaften die Aktion. Agentur für Arbeit und Jobcenter Lübeck stellen die Räumlichkeiten für die Ausstellung.

 

Das Foto im Anhang zeigt (v.l.n.r.): Claudia Schmutzer (Beauftragte für Chancengleichheit Jobcenter Lübeck), Juliane Hoffmann (Geschäftsführerin DGB-Region Schleswig-Holstein Südost), Andrea Späth (Beauftragte für Chancengleichheit Agentur für Arbeit)


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Holstentorplatz 1-5
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Tel.: 0451 799 50 10
Fax: 0451 799 50 20
e-Mail: luebeck@dgb.de

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