Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12-2017 - 16.11.2017
Der KV Ostholstein gedenkt den Opfern der Kriege

Gewerkschaften zum Volkstrauertag

Der Volkstrauertag wird seit Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts in Deutschland als Feiertag begangen. Als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges eingeführt, hieß er ab 1935 unverblümt „Heldengedenktag“. In der aktuellen Sprachregelung seit 1952 ist er Tag des  Gedenkens an die Toten zweier Kriege an den Fronten und in der Heimat.

Seine Absicht ist, die „Deutschen in ihrer Trauer um ihre Toten zu einigen“. Und da sich die Trauer möglicherweise nicht von alleine einstellt, wird ihr durch ein weitgehendes Verbot von öffentlichen Tanz-, Musik- und Sportveranstaltungen nachgeholfen.

Aus gewerkschaftlicher Sicht verkleistert das unspezifische „Gedenken an die Opfer“ wer Opfer und wer Täter ist. Auch aus welchen Gründen die Weltkriege geführt wurden, aber auch die heutigen Kriege im Irak, in Syrien, Afghanistan, Mali und an vielen anderen Orten geführt werden, wird nicht ersichtlich.

Kriege verfolgen das Ziel, der Wirtschaft den Zugang zu Ressourcen (u.a. Bodenschätzen) und Absatzgebieten zu sichern. Es geht um Einflusssphären und Profite. Das war im Ersten und Zweiten Weltkrieg der Fall und es ist bei den heutigen kriegerischen Auseinandersetzungen genauso.

Die Opfer sind aus Sicht der Profiteure immer nur eine unbeachtliche Nebenerscheinung, deren man nur gedenkt, um die Nation hinter der Kriegsfahne zusammen zu schweißen.

Die Bundesrepublik ist in mindestens 13 „Krisengebieten“, wie es verklärend heißt, aktiv. Entweder um Krieg zu führen oder um ihn durch „Ausbildungsunterstützungen“ zu organisieren.

"Die Menschen, die von ihrer Arbeit leben sind immer und überall die Leidtragenden der kriegerischen Auseinandersetzungen. Deshalb wäre es aus gewerkschaftlicher Sicht sinnvoller, einen Tag der Ächtung von Kriegen zu widmen", so Bernd Friedrichs, Vorsitzender des DGB-Kreisvorstand Ostholstein.


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