Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2012_004 - 01.03.2012

Auch im Februar keine Wirkung politischer Maßnahmen

Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Bereich Lübeck auf einen Stand von 20.345 zurück gegangen. Grund dafür ist ein Plus an Arbeitsstellen. Dennoch ist auch dieser Trend, der keine große Veränderung zum Januar darstellt, kein Grund zur Beruhigung.
Besonders besorgniserregend ist die Situation der Jugendli-chen. Fast 20% der 15-20jährigen sind auf Förderungen laut Sozialgesetzbuch III angewiesen. 


Der Anstieg von Leistungen zur Aufstockung und Förderung nach SGB II auf zum Beispiel insgesamt 31.607 erwerbsfähige Leistungsberechtigte bedeutet eine negative Lohnentwicklung. Seit der Einführung der Hartz-Pakete hat sich die Situation für Arbeitnehmer nicht entspannt. Vielmehr verlassen sich nun auch Arbeitgeber auf die Leistungen der Sozialgesetzbücher. Insbesondere die Angst vor einer Rezession im laufenden Jahr, wird zur Rechtfertigung von Dumping Löhnen. Um die Situation der gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitnehmer zu verbessern, muss dieser Lohnpolitik ein Riegel vorgeschoben werden.
In Frage steht damit aber auch, wie effektiv die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gegenwärtig sind. Der Anteil an Gelegenheitsjobs hat sich im Vergleich zum Februar letzen Jahres nämlich nahezu verdoppelt. Hier muss mehr für langfristige Arbeitsverhältnisse und Eingliederungen getan werden. Denn sonst wird sich auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen bis auf weiteres nicht ändern.

 

 

 


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