Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2013_011 - 26.08.2013

DGB in Ostholstein erinnert an die Weltkriege

   

Der DGB-Kreisverband Ostholstein fordert anlässlich des Antikriegstages „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“.

  

Am 1. September erinnert der Deutsche Gewerkschaftsbund an die Schrecken der beiden großen Weltkriege zu Beginn unseres letzten Jahrhunderts. Auch wenn diese weit zurück liegen mögen: auch heute sind Erinnerungen an diese Kriege im Kreis Ostholstein sichtbar, wenn auch teilweise in Vergessenheit geraten oder in den Alltag integriert. Zum Beispiel die Gedenkstätte in Ahrensbök: sie befindet sich in dem einzigen in Schleswig-Holstein erhaltenen Gebäude, in dem Ende 1933 ein frühes „wildes“ Konzentrationslager untergebracht war.

Der DGB-Kreisverband Ostholstein bekennt sich ausdrücklich für den Frieden und gegen Krieg.

  

Der Antikriegstag soll an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 erinnern, mit dem der zweite Weltkrieg begann.

Uwe Janke, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Ostholstein:

„Beide Weltkriege liegen noch keine 100 Jahre zurück! Und auch wenn es offiziell nicht so benannt wird sind deutsche Soldatinnen und Soldaten längst wieder in Kriegseinsätzen in der Welt eingesetzt. Nie wieder Krieg heißt für uns auch für Frieden und sozialen Fortschritt einzutreten. Dies ist nach unserer Auffassung nicht mit Gewalt umsetzbar. Deshalb fordern wir auch von den Vertreterinnen und Vertretern der Politik, die den Kreis Ostholstein im Bundestag vertreten sollen, sich dafür einzusetzen, dass keine Rüstungsgüter in Krisengebiete und keine Exporte in Länder stattfinden, in denen Menschenrechte verletzt werden.“

Gundula Dörwald, stellv. Vorsitzende des DGB-Kreisverbands Ostholstein:

„Wir unterstützen ausdrücklich die sehr engagierten Initiativen und Verbände im Kreis Ostholstein, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einsetzen! Unsere Geschichte verpflichtet uns ebenfalls zum entschiedenen Widerstand gegen Faschismus und Antisemitismus. Nazis sind uns nirgendwo willkommen, deshalb werden wir nicht aufhören uns ihnen entschieden entgegen zu stellen.“

Hintergründe:

1957 rief der Deutsche Gewerkschaftsbund erstmals am 1. September zu Aktionen unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ auf. Auf dem DGB-Bundeskongress 1966 wurde ein Antrag angenommen „...alles Erdenkliche zu unternehmen, damit der 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird“.

Anfang der 1980er-Jahre verschärften die Gewerkschaften den Widerstand gegen die Nachrüstungspläne der Nato. Nach dem Nato-Doppelbeschluss gingen am 22. Oktober 1983 weit mehr als eine Million Menschen auf die Straße, um doch noch die Stationierung von US-Atomraketen zu verhindern. Der DGB-Bundesvorstand appellierte an die Großmächte: „Rüstet endlich ab!“.

Im September 1983 findet eine Blockade der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Pershing II Raketen im badenwürtembergischen Mutlangen statt. 5 Jahre später beginnen die USA mit der Vernichtung der Kurz- und Mittelstreckenraketen Pershing IA und Pershing II.

In einer Pressemitteilung des DGB zum Antikriegstag vor 10 Jahren zeigt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund tief besorgt über die weltweite Zunahme bewaffneter Auseinandersetzungen. Der Krieg im Irak, der Bürgerkrieg in Liberia, andauernde Spannungen in Afghanistan oder der ungelöste Konflikt im Nahen Osten seien traurige Beispiele dafür, dass wir von einem Weltfrieden noch weit entfernt sind....


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